Stromberglauf in Bönningheim am 21.11.2009

Bei ungewöhnlichen milden Temperaturen trafen sich fast 1200 Läufer und Läuferinnen zum 11. Lauf rund um die Stromberg Kellerei in Bönningheim. Auf einem leicht welligen 5 Kilometer langen Rundkurs, der Bestenlisten geeignet ist, wollten viele zum Saisonende nochmals richtig Gas geben und Gute Zeiten über 5 oder 10 Kilometer erzielen.

Kurzfristig entschloss sich Wolfgang Hilt, auf einer für ihn ungewohnten kürzeren Strecke an den Start zu begeben. Rechtzeitig angereist konnte er nach der Anmeldung so manchen Laufkontakt wieder auffrischen und für den Murrhardter Stadtlauf nebenher noch Reklame machen. Ein Blick auf seine Uhr zeigte ihm das er anscheinend noch genügend Zeit bis zum Start hatte. Also, einmal gemütlich die 5 Kilometer abspulen um zu schauen, wo es während des Laufes Probleme geben könnte. Der erste Kilometer steigt leicht auf Asphaltierten Wegen in die Weinberge an. Dann folgten zwei leicht fallende Kilometer bis Bönningheim. Nun galt es eine wellige Runde auf zum Teil kleinen Pflastersteinen zu bewältigen bevor es an der Kellerei vorbei zur zweiten Runde ging. Als der TVM Läufer in Bönningheim in die Ortsrunde einbiegen wollte, rief ihm ein Streckenposten „ Der Start ist auf der anderen Seite“ zu. Nach einem Blich auf seine Uhr erwiderte er „ Ja in einer halben Stunde, jetzt Starten doch nur die 5 Kilometer Läufer“. Nein um 14.15Uhr also in 2 Minuten starten alle, das schaffst du nicht mehr, war die Antwort. Also lief Hilt im Renntempo Richtung Kellerei zu seinem Auto. Schließlich musste er noch sein Laufhemd mit der Startnummer anziehen. Da hörte er auch schon den Startschuss. Durch den Chip in der Startnummer blieb Hilt nichts anderes übrig als sich zum Startplatz zu begeben um an den Kontrolltoren ordnungsgemäß vorbei zu laufen. Nun hatte er durch sein eigenes Verschulden, mit einer Minute Verspätung den Nachteil das viele Hobbyläufer sich vor ihm auf dem schmalen Weg befanden. Schnell merkte er das an den Schülern, Musiker oder Feuerwehrläufern nur vorbei kam wenn er viel auf die Wiese oder den Randstreifen auswich. Mit viel Ellbogeneinsatz und lautem Schimpfen benötigte er für den ersten Kilometer fast Fünf Minuten nach seiner Uhr. Bis zum Beginn der zweiten Runde nutzte er jede Lücke, um an den langsameren Läufern vorbei zu kommen. Diese Laufweise kostete sehr viel Kraft. Heilfroh war Hilt als nach 5 Kilometern die Hälfte der Läufer ins Ziel abbogen und der TVM Läufer nun ein gleichmäßig flottes Tempo ohne Behinderungen laufen konnte. So erreichte er das Ziel am Ende als 74. von 540 angekommenen 10 Kilometer Läufer in 41:15 Minuten. In Anbetracht des Rennverlaufes doch noch ein gutes Ergebnis. Schnellster wurde Patrick Reischle in 32:48 Minuten und bei den Frauen siegte Gabriele Rybak in 39:45 Minuten.

Eins ist Wolfgang Hilt allerdings bis heute noch nicht klar. Wie konnte es passieren das er den ganzen Tag eine falsche Startzeit im Kopf hatte und warum hatte er nicht ein einziges mal nachgefragt??

 

 

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