Top und Flopp in Ulm

Zwei TV Läufer beim Einstein Marathon

Unter den 850 Teilnehmern des 3. Marathons in Ulm / Neu Ulm waren vom TV Murrhardt auch Stefan Tensing und Wolfgang Hilt mit am Start.

Die Spätsommerlichen Temperaturen lockten am 16. September vor allem am Rathaus in Neu Ulm und um das Ulmer Münster zahlreiche Zuschauer an die Strecke. Ansonst aber herrschte wie im letzten Jahr ziemliche Einsamkeit auf den 42,195 Kilometern. Erfreulich für die Marathonis war, das der Start auf Grund der angesagten Wärme und der Erfahrung aus dem letzten Jahr auf 9.00 Uhr vorverlegt wurde.

Die ersten Vier Km ging es an der Donau entlang nach Thalfingen. Als es auf der anderen Seite der Donau danach wieder Richtung Donaustadion ging, hatten die Läufer es auf einer frisch eingerichteten Baustrasse nicht gerade leicht zu laufen. Die 10Km Kontrollstelle ereichten Hilt und Tensing fast gleichzeitig in 41:30 Minuten.

Danach setzte sich Hilt langsam von Tensing ab. In Neu Ulm hatten alle Läufer erneut mit dem Untergrund zu kämpfen. Richtig altes Kopfsteinpflaster verlangte von allen ein kontrolliertes und aufmerksames laufen. Auf dem schmalen leicht hängenden Feldweg verlief die Strecke nun an der Iller entlang nach Kloster Wiblingen. Hier war auch die Kontrollstelle für die ersten 21 Km. Wolfgang Hilt passierte diese in 1:28,33 Stunden. Stefan Tensing lief nur Eine Minute später durch das Kloster. Beide waren zu diesem Zeitpunkt noch guter Dinge und voll im Zeitplan.

Die Strecke verlief nun wieder Richtung Ulm. Nach dem Fischerviertel wo einige Zuschauer die Läufer lautstark anfeuerten bog der Streckenverlauf nun in ein Industriegebiet ab. Dort herrschte wieder tote Hose. Nach 30 Kilometern war bei Hilt auf einmal die ganzer Kraft aus dem Körper weg. Obwohl er keine einzige Getränkestation ausgelassen hatte, merkte er wie sein Körper leicht Überhitzte und mit seinem Energiehaushalt etwas nicht stimmte. So drosselte er sein Tempo und setzte sich nur noch durchkommen als neues Ziel. Als nach 39 Km Stefan neben ihm auftauchte versuchten die zwei gemeinsam dem Ziel entgegen zu laufen. Doch da bei Hilt die Schmerzen in der Leiste und im Kreuz zunahmen, signalisierte er Stefan das er das Tempo nicht halten könnte und jeder alleine versuchen sollte das Beste daraus zu machen. Trotz leichtem Verlust auf der 2. Hälfte erreichte Stefan Tensing das Ziel nach 3 Stunden und 09:54 Minuten. Dies war der 62. Gesamtplatz und der 7. in der Männerklasse. Einen nicht mehr für möglich gehaltenen Platz auf dem Siegespodest verschenkte Wolfgang Hilt bei Km 41. Dort stand seine Nichte mit ihren Freunden und das kurze Begrüßen sowie einen Treffpunkt für nach dem Rennen ausmachend kostete halt ein paar Sekunden. Als 69. Läufer erreichte er das Ziel am Ulmer Münster nach 3:11,42 Stunden. Dies war zwar 2 Minuten schneller als im letzten Jahr, aber alles andere als befriedigend. In der Altersklasse Ü 50 belegte er einen 4. Platz. Lediglich 20 Sekunden hinterm 3. Platzierten und 40 Sekunden hinterm Zweiten.

 

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