Marathon im Dauerregen

Nachdem das Wetteramt fürs Wochenende eher kühle Temperaturen angekündigt hatte, entschied sich der für den TV Murrhardt laufende Wolfgang Hilt, bei diesem Lauf dabei zu sein. Doch schon morgens, beim Blick zum Himmel, der erste Dämpfer. Denn es sah nicht so aus, als wollte der Regen in den nächsten Stunden aufhören. In Metzingen begann dann die Suche nach dem Start- und einem Parkplatz. Nirgends waren Hinweisschilder zu entdecken. Kurz vor Acht Uhr, war aber auch dieses Problem beseitigt. In der Kelterscheuer traf der TVM Läufer dann auf etliche Läufer, die wie er, sich noch Anmelden wollten. Dann gleich der nächste Dämpfer. Ein Verantwortlicher teilte gerade allen Anwesenden Läufer mit, das es Keine Startnummern mehr gäbe. Jeder der Laufen möchte, dürfte dies ohne zu zahlen gerne tun und auch die Verpflegungsstellen benützen. Nur elektronisch erfaßt würde seine Leistung nicht und er würde auch in keiner Ergebnisliste auf geführt. Sie hätten nicht mit so einer großen Teilnahme gerechnet und deshalb auch nicht so viele Startnummern von SIFI Timing besorgt. Nach großem Protest und etlichem hin und her wurden von der Kasse für den Halbmarathon einige Startnummern abgezwagt, so das zumindest der größte Teil regulär am Lauf teilnehmen konnte. Zusammen mit 700 Athleten stand dann Hilt auf dem Kelterplatz und wartete im stärker werdenden Regen daß es endlich losgeht. Schon kurz nach dem Start bildete Hilt und die für Schwaikheim laufende Dorothea Frey ( Vizemeisterin über 100Km) ein Paar. Die viele, zum Teil den ganzen Weg einnehmende Pfützen sorgten dafür, das beide schon nach kurzer Zeit völlig durchnäßte Schuhe hatten. Trotzdem wurden die Kilometer in 4:15 Minuten, was für eine Endzeit um die Drei Stunden reichen würde, gleichmäßig gelaufen. Der Streckenverlauf führte das Läuferfeld immer leicht ansteigend auf Rad und Feldwegen über Neuhausen nach Dettingen. Dort kamen ihnen die in Bad Urach gestarteten 10 Kilometerläufer entgegen. Durch die schmalen Wege kam es dadurch manchmal zu kurzen Behinderungen. Nach Dettingen war der Weg auf 50m völlig unter Wasser, so das alle auf die daneben liegende Wiese ausweichen mußten. Zwischen Dettingen und Bad Urach wurde die Strecke nun welliger und viele Ecken störten etwas den Laufrhythmus, bevor es nach einer Stadionrunde in Bad Urach auf dem gleichen Weg wieder zurück ging. Nach 17km bekam der TVM Läufer auf einmal Magenprobleme, so das er an der Verpflegungsstelle kurz austreten mußte. In Metzingen am zweiten Wendepunkt hatte er dann Dorothea Frey fast schon wieder eingeholt. Nachdem nun für die Halbmarathonis Schluß war, machten sich 240 unerschrockene auf, um die gleiche Strecke nochmals zu laufen. An 11. Stelle liegend, merkte Hilt nun das er durch das Aufholen und den nicht ganz aus zureichenden Trainingszustand das Tempo von Frey nicht mehr mitlaufen konnte. Angefeuert von den Zuschauern, die trotz des Regens immer noch am Streckenrand standen, versuchte Hilt nun einigermaßen gleichmäßig durchzulaufen. Unangenehm wurde es auf der zweiten Runde durch den aufkommenden Wind und die inzwischen in einen Acker verwandelte Wiese, die ja noch zweimal überquert werden mußte. Ab Km 35 lief es dann auf einmal wieder, so das Hilt noch einige der Läufer, die Ihn überholt hatten wieder einholen konnte. Als 13. Läufer war er schließlich nach 3:10,31 Stunden im Ziel. Dies war der 3. Platz in der AK 50. Dorothea Frey gewann bei den Frauen als Siebte im Gesamtfeld in 2:59,46 Stunde.


 

 

 

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