Stromberg Extrem Lauf bei Nasskaltem Wetter -
TVM Läufer belegte den 6. Gesamtplatz

Bereits um 8.00 Uhr in der Früh hatten am 9. Mai insgesamt 75 Läuferinnen und Läufer in Ochsenbach ihre Schuhe geschnürt um den zum ersten Mal ausgerichteten „ Stromberg Extrem Lauf“ in Angriff zu nehmen. Bei dem Lauf, der durch Wälder, Weinberge und Wiesen ging, mussten insgesamt 54,5 Kilometer und 1250 Höhenmeter bewältigt werden. Der Stromberg, der ansonsten bekannt durch seine Rebhänge und seinen guten Tropfen ist, bietet an normalen Tagen eine ausgesprochene gute Fernsicht. Nicht aber an diesem Sonntag. Dauerregen und kaltes Wetter wartete auf die Läuferschar. Deshalb suchte jeder vor dem Start unter Vordächern oder Schirmen Schutz, um solange es ging trocken zu bleiben. So auch vom TVM Wolfgang Hilt, der sich für diesen Landschaftslauf endschieden hatte. Sein Persönlicher Wunsch war den Lauf erfolgreich in Fünf Stunden zu bewältigen. Bei der Startaufstellung fand er in Andreas Heimann einen Läufer der zu einem das gleiche Ziel hatte und zum anderen als Einheimischer jede Steigung kannte. Ständiger Begleiter der beiden war Andreas Sohn auf seinem Geländerad, ausgerüstet mit einem Rucksack voller Getränke. Ruhig und tratschend liefen die zwei in 5: 20 min/ pro Km die ersten Steigungen bis zum Rennweg. Der Streckenverlauf führte die Läufer nun vorbei an der Pfeiferhütte nach Hohenhaslach, über das Firmengelände des Hauptsponsors Fontanis in Spielberg und zurück bis kurz vor Ochsenbach. Von seinem Begleiter wurde Hilt ständig auf irgendwelche Aussichten oder Sehenswürdigkeiten aufmerksam gemacht, die jedoch durch den Regen und Nebel nicht zu sehen waren. Das Lauftempo wurde von den beiden inzwischen auf unter 5 Min/Km gesteigert. Nach 1Stunde und 43 Minuten wurde die Kontrollstelle bei KM 21 passiert. Nun folgte der 4Km lange Anstieg auf den Baiselberg. Hier zeigte Andreas zum ersten Mal kleinere Schwächen. Aufgemuntert von seinem Sohn, der nun öfters warmen Hühnerbrühe reichen musste, konnte dieser schwere Streckenabschnitt bewältigt werden. Auf den nun folgenden Kilometern zum Hamberger See in Gündelbach ließ der Regen endlich nach. Dafür mussten völlig aufgeweichte Feldwege und nicht gemähte Wiesen passiert werden. Da die beiden inzwischen den einen oder anderen Läufer überholt hatten, wurde an einer Verpflegungsstelle nachgefragt, wie viele Läufer schon vorbei gekommen sind. Ihr seit auf dem 5.Platz lautete die erfreuliche Antwort. Nach 37 Kilometer und dem zweiten langen steilen Anstieg konnte der Läufer aus Ochsenbach das Tempo von Hilt nicht mehr mithalten. So lief Hilt nun, ohne jeglichen Sichtkontakt zu anderen Läufern, die restlichen 17 Kilometer bis Ochsenbach gleichmäßig in seinem Tempo zu Ende. Selbst an den letzten Anstiegen hatte er noch genügend Kraft um das angeschlagene Tempo halten zu können. Auf den letzten 5 Kilometern kam auf einmal die Sonne durch und die Temperaturen gingen merklich nach oben. Zwei Kilometer vor dem Ziel, an der letzten Verpflegungsstelle, tauchte plötzlich ein Läufer vor Hilt auf. Bedingt durch die Information des Streckenpostens nahm Hilt an das dies der 3. Läufer sein müsste. So setzte der TV Läufer nun alles dran um diesen noch vor der Ziellinie zu überholen. Trotz leichter Krämpfe am Anstieg zum Ziel schaffte er dies auch. So beendete er den Anstrengenden Lauf in sehr guten 4 Stunden und 33:16 Minuten. Nach dem Duschen war er zunächst etwas endtäuscht. Stand er doch nur als 6. Läufer auf der Ergebnisliste. Nicht mal bis DREI zählen können die hier war sein erster Gedanke. Doch der Altersklassensieg und die gute Zeit ist das was am Ende zählt. Andreas Heimann kam als 15. Läufer in 4:50 Stunden ins Ziel. Gewonnen hat den Lauf bei den Frauen Nicole Benning in 4:41 Stunden und bei den Männern Jan Olejnik in 3:57 Stunden.

 

 

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