Traumwetter beim 20. Lauf über die Kaiserberge

Nur knapp über 0Grad Celsius zeigte das Thermometer am Markplatz in Schwäbisch Gmünd am 23. Oktober an, als sich 900 Läuferinnen und Läufer trafen um beim 20. Albmarathon entweder 25 oder gar 50Km zu bewältigen. Unter denen die sich die lange Distanz über alle drei Kaiserberge entschieden hatten war auch Wolfgang Hilt vom TV Murrhardt. Wie bei Armin Härle aus Schwaikheim war sein Ziel durchzuhalten und unter 4:30 Stunden an zukommen.

Die Stimmung im Läuferfeld war prächtig. Auf den ersten 7 Kilometer wurde noch viel gelacht und diskutiert, war dieser Abschnitt doch fast flach und so richtig zum warm werden geeignet. Dann verlief der Strecke über das Beutental nach Wäschenbeuren und direkt weiter auf den Hohenstaufen. Auf diesem Elf Kilometer langem Abschnitt waren die ersten 350 Höhenmeter zu bewältigen. Auf den zum Teil auf Wiesen und Waldwegen zu bewältigenden Anstiegen verstummten die Gespräche nun zunehmend Nach dem auf dem Hohenstaufen eine kleine Runde gelaufen war, ging es zunächst steile 150 Höhenmeter bergab. Inzwischen setzte sich die Sonne durch und es herrschte bestes Laufwetter. Auf dem Asrücken laufend konnten die Läufer bedingt durch das herrliche Herbstwetter, schon mal einen Blick auf den 2. und 3. Berggipfel, sowie die Täler und den bunten Wald genießen. Armin hatte sich von Wolfgang inzwischen durch ein höheres Lauftempo abgesetzt. Nun tauchte die Kapelle auf dem Rechberg vor den Läufern auf. Ein nicht zu endend wollender steiler Kilometer wartete auf die Läufer. Auf dem Rechberg hatten die Läufer inzwischen 700Höhenmeter und 25 Kilometer bewältigt. Wolfgang Hilt brauchte für die erste Hälfte 2 Stunden 12 Minuten. Damit hatte er einen Rückstand auf Härle von Vier Minuten. Neben denen die nur für 25 Kilometer angemeldet waren, stiegen hier doch etliche der Langstreckler entkräftet aus.

Nach der Kapelle folgte ein unangenehmer steiler Km Bergab. Ständig bremsend ging es auf diesem Abschnitt unangenehm auf die Knie und die Oberschenkelmuskulatur. Kaum unten ging es auch schon wieder bergauf. Der Stuifen wartete auf die Läufer. Immer steiler wurde der Weg nach oben. Über verschlammten, mit Baumwurzeln übersäte Waldwege ging es Serpentinen artig steil Bergauf. Dieser Abschnitt verlangte von den Läufern die volle Konzentration und so ziemlich die letzten Kraftreserven ab. Für den Läufer vom TVM war dies mit 9 Minuten und 20 Sekunden der langsamste Kilometerabschnitt. Auf dem folgenden Abschnitt zum Schwarzhorn und der Reiterlekapelle versuchte jeder sich etwas zu erholen um den letzten steilen Abschnitt zu bewältigen. Nach der Kapelle und gelaufenen 35 Kilometer wurde der TVM Läufer als 63 Läufer in 3:08 Stunden registriert. Sein Rückstand auf Armin inzwischen fast Fünf Minuten. Doch er wusste aus der Ausschreibung das die Strecke nun überwiegend abwärts verlief. Über Waldstetten ging es nach Straßdorf. Auf der alten Bahntrasse ging es nun wieder leicht fallend zurück nach Schwäbisch Gmünd. Die doch noch recht flotten 4:30 Minuten auf den Kilometern bewirkten, das Hilt ständig zu anderen Läufern auf und an ihnen vorbei laufen konnte. So sah Wolfgang Hilt das Ziel auf dem Markplatz als 44. Läufer nach 4Stunden und 20:35 Minuten. In seiner Altersklasse über 55 Jahren belegte er den 3. Platz. Armin Härle kam als 42. Läufer nach 4:18 Stunden ins Ziel.

Die für Schwaikheim laufende Dorothea Frey gewann mit neuem Streckenrekord bei den Frauen in 3:47 Stunden. Jürgen Wieser aus Germaningen setzte sich als Spezialist bereits zum 11. male durch und gewann in 3 Stunden und 28 Minuten.

 

 

 

 

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