Leichtathletik - Ausflug zum 60-Jährigen

Das 60-jährige Bestehen der Leichtathletik im TV Murrhardt nahm die Abteilungsleitung zum Anlass, für die Nachwuchsathleten mal wieder etwas außerhalb des Normalen zu unternehmen. Die Beratungen begannen schon im Herbst des vergangenen Jahres. Es sollte natürlich etwas geboten werden, an dem alle Altersklassen von den Bambinis bis zur Jugend mit Spaß teilnehmen können. Viele Vorschläge wurden gemacht und diskutiert, auch war es natürlich sehr wichtig einen geeigneten Zeitpunkt zu finden. In der „Großen Runde“ wurde dann Ende 2007 festgelegt, dass man am letzten Wochenende der Sommerferien 2008 einen 3-tägigen Ausflug an den Bodensee durchführt. Schnell wurde mit Jutta Soehnle, Birthe Kneissl und Sina Hitzelberger ein Ausschuss gebildet, der die weitere Detailplanung übernahm.

Am Freitag, den 5. September war es dann soweit. 41 Teilnehmer, darunter 4 Betreuer und auch einige Eltern, hatten sich zum Ausflug in die Jugendherberge nach Lindau am Bodensee angemeldet. Treffpunkt war der Parkplatz an der Stadthalle. Der Bus der Fa. Zügel war pünktlich zur Stelle. Nachdem das Gepäck verstaut war und jeder seinen Platz gefunden hatte, wurden alle Teilnehmer von Abteilungsleiter Peter Hitzelberger und von Kuno, unserem Busfahrer, begrüßt und bekamen noch eine kleine Sicherheitsunterweisung. Um 9:15 Uhr fuhren wir dann los. Zunächst ging es Richtung Heilbronn auf die Autobahn, vorbei am Flughafen Stuttgart und unter dem neuen Messeparkhaus durch. War´s die Freude auf den Bodensee oder nur die allgemeine Aufregung, jedenfalls musste am ersten Rastplatz schon eine kleine Pause eingelegt werden. Kurz vor der Weiterfahrt konnten wir dann noch die Polizei beobachten, die an einem VW-Bus eine Drogenkontrolle durchführte. Unser Organisationsteam hatte natürlich schon für die Hinfahrt etwas geplant. So wurde erst einmal Bad Buchau angesteuert. Am Federsee teilte sich die Gruppe auf, die einen besuchten das Federsee-Museum, die andere Gruppe machte sich auf den Weg in den Wackelwald. Dort war an vielen Schautafeln das Entstehen des Moores sowie seine Bewohner aufgeführt. Ganz toll war natürlich, dass der Waldboden überall tatsächlich wackelte und schwankte. Nach einer Vesperpause fuhr man dann weiter zur Jugendherberge nach Lindau. Die Zimmerbelegung war rasch erledigt, so dass noch genügend Zeit blieb, vor dem Abendessen was zu unternehmen. Per Losentscheid wurden mehrere Gruppen mit jeweils einem Gruppenverantwortlichen gebildet, die dann die Zeit bis zum Abendessen in Eigenregie nutzen konnten. Selbstverständlich zog es alle an den Bodensee, der nur ca. 15 Gehminuten von der Juhe entfernt ist. Pünktlich zum Abendessen waren dann alle im Speisesaal. Nach dem Essen gab es dann nochmal Gelegenheit, bis zum Einbruch der Dunkelheit die Juhe zu erkunden. Mit Billard, Tischtennis, Tischkicker und Musikbox war der Gesellschaftsraum im Keller gut ausgestattet und wurde von unseren Jugendlichen rege genutzt. Um 20:30 Uhr ging dann der größte Teil der Truppe unter Führung der Betreuer auf eine Nachtwanderung, gegen 22 Uhr waren alle wieder in der Juhe angekommen. Nun sollte eigentlich Nachtruhe einkehren, die meisten waren aber noch bis weit nach Mitternacht aktiv.

Nach dem Frühstück am Samstagmorgen musste sich jeder ein Lunchpaket zusammenstellen. Um 9 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach Uhldingen und besichtigten dort die weltbekannten Pfahlbauten. Eine fachkundige Führung vermittelte allerlei Wissenswertes über das Leben in früheren Zeiten. Zum Schluss der Führung konnten alle in einem Sandkasten nach Feuersteinen suchen, die Funde durfte man behalten. Anschließend ging´s zum Seeufer von Uhldingen. Wer wollte, konnte hier im Bodensee baden und schwimmen. Es großes Spielekontingent war von unseren Organisatoren mitgenommen worden, so dass jeder sich mit irgendwas beschäftigen konnte. Nach ca 2 Stunden ging´s weiter mit dem Bus nach Überlingen an den Hafen. Eine Schiffsrundfahrt zur Insel Mainau und zurück war hier gebucht. Leider setzte kurz nach dem Ablegen des Schiffes der große Regen ein, so dass wir die meiste Zeit auf dem unteren Deck verbringen mussten. Doch auch von hier aus konnten die vielen großen und kleinen Schiffe auf dem See gut beobachtet werden. Wieder in Überlingen angekommen, fuhr uns Kuno mit dem Bus zurück zur Juhe. Bis zum Abendessen hatte wieder jeder Gelegenheit, selbständig etwas zu unternehmen. Nach dem Essen trafen wir uns im Konferenzsaal, wo schon ein Spieleabend organisiert war. In sieben Gruppen, die wiederum per Losentscheid eingeteilt wurden, spielten alle um die Wette. Kartenspiele, Brett- und Würfelspiele, Geschicklichkeitspiele, alles war vorhanden und nach einer festgelegten Spielzeit war an jedem Tisch ein Sieger ermittelt, der sich dann mit einem Smily in die Siegerliste eintragen durfte. Danach wurden die Gruppen per Los wieder neu zusammengesetzt und die nächste Runde begonnen. Genügend Preise waren vorhanden, so dass jeder Gewinner auch einen Preis erhielt. Ab 22 Uhr war wieder Bettruhe angesagt, die zweite Nacht verlief insgesamt etwas ruhiger. Am Sonntagmorgen goss es leider in Strömen. Nach dem Frühstück und dem richten der Lunchpakete stand erst einmal das Räumen der Zimmer im Vordergrund. Jeder musste sein Bett abziehen und die Bettwäsche in den Keller bringen. Danach wurden die Zimmer aufgeräumt und gekehrt. Vom Organisationsteam wurden die Zimmer dann kontrolliert und abgenommen. Das Gepäck wurde in den Bus verfrachtet und die Zimmerschlüssel an der Rezeption abgegeben. In der Zwischenzeit hatten sich die Verantwortlichen über den weiteren Tagesablauf Gedanken gemacht. Die vor-gesehenen Aktivitäten, z.B. ein Stadtspiel und einen Besuch der Bären- oder der Nebelhöhle, waren auf Grund des schlechten Wetters nicht durchführbar. Nach dem Samstagschwimmen im Bodensee war ein Hallenbadbesuch auch nicht das Wahre. Klar war, dass wir den Ausflug nicht damit beenden wollten, indem wir einfach nach Hause fahren. Um 10 Uhr verabschiedeten wir uns von der Juhe und stiegen in den Bus. Das Ziel war das „Lufti“ in Liebenau. Das ist eine 2500m² große, ehemalige Tennishalle, die komplett als Spielewelt umgestaltet ist. Riesige Hüpfburgen, Ruschbahnen, Klettergarten, Trampolinanlage, Kartbahn mit Elektroautos, Irrgarten usw. waren genau das Richtige für alle bis 12 Jahren. Für die Älteren (ab 13 Jahre) ging es in den Keller auf die Kegelbahn. Nach einer Stunde Intensivkegeln war es Zeit, wieder nach den Jüngeren zu schauen. Die intensive Nutzung der angebotenen Spielgeräte in Verbindung mit der wahrscheinlich nicht ausreichenden Nachtruhe der letzten Nächte hatte auch hier seine Spuren hinterlassen. Erschöpft und durchgeschwitzt hatten fast alle schon das Toben aufgegeben. Nach einer kurzen Vesperpause wurde beschlossen nun direkt nach Hause zu fahren. Die Daheimgebliebenen wurden telefonisch informiert, dass die Ankunft in Murrhardt ca 2 Stunden früher erfolgt als vorgesehen. Die weitere Heimfahrt verlief ziemlich ruhig, viele dösten nur vor sich hin. Kurz vor der Ankunft in Murrhardt wurden dann alle per Mikrofon wieder aktiviert. Peter Hitzelberger bedankte sich beim Organisationsteam für die sehr gelungene Arbeit und bei unserem Kuno, der uns sicher und wohlbehalten nach Lindau und wieder zurück brachte. Mit anhaltendem Applaus schlossen sich die Ausflugteilnehmer diesem Dank an. Die wetterbedingt ausgefallenen Programmpunkte werden sicherlich bei entsprechender Gelegenheit nachgeholt werden, worauf sich alle schon freuen.

 

 

 

 

 

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